Kapaunpastetlein
Rezept von Dr. Dr.h.c. Bernhard Christ aus Basel
Zubereitung Poulet
- Man bilde aus den Geflügelresten (wo kein Kapaun verspiesen wurde, sinds solche vom Poulet, Gans oder Truthahn) und den übrigen Zutaten eine möglichst fein gehackte Masse füge Pfeffer und vorsichtig Salz bei, giesse ein Glas Portwein dazu und füge ein Ei dazu, um die Masse besser zu binden, vergewissere sich aber vorher, dass dasselbe frisch ist.
- Man wahle den Blätterteig (den man am besten fertig beim Beck kauft; andernfalls erkundige man sich zuständigen Orts nach dem diesbezüglichen Rezept) fein aus und steche runde Plätzchen von circa zehn Zentimeter Durchmesser aus, lege je einen kräftigen Suppenlöffel Masse darauf, forme halbmondförmige Pastetlein daraus, bepinsle diese hienach mit Eigelb und gebe alles auf einem Kuchenblech in den auf 200 Grad vorgeheizten Ofen und lasse sie dort etwa zwanzig Minuten, bis sie eine erfreuliche hellbraune Färbung angenommen haben.
- Man verspeise sie womöglich warm, aber sie sind auch kalt geniessbar.
Bemerkung
Ein hier nicht näher zu nennender Poet sang dazu:
S’dinn Daigli fir d’Kapaunpasteetli
Mues fyn sy wiene Dausigerneetli.
Me git de Gescht gärn s’Bescht vom Beschte
wenn’s dr Heer G*** gilt z’befeschte…
Diese Verse riefen gebieterisch einer Umsetzung in die Realität, denn bis dahin hatte noch niemand diese Kapaunpastetlein zu Kosten gekriegt. So wurde, als zum ersten Mal im Haushalt des oben genannten Rezeptautors Kapaunresten anfielen, zur Tat geschritten, und zwar mit befriedigendem Ergebnis. Es mag dazu beigetragen haben, dass in die Masse auch Reste der Kapaunfüllung eingebracht werden konnten, die im obigen Rezept durch das Hackfleisch ersetzt sind.
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