Süss - saure Fleischbällchen

Rezept von Gaudenz Wacker aus Basel nach einem Rezept aus dem Kochkurs im 2. PG

Für 3-4 Personen
Menge Zutaten Sauce
1 EL  Olivenöl
Zwiebel
2 TL  Honig
4 EL Zucker
  Pfeffer
2 TL  Maizena
1 EL Sojasauce
2 dl Wasser
   
Menge Zutaten Fleisch
500 g  gehacktes Rindfleisch
Ei
  Salz und Pfeffer
2 EL  Olivenöl
1 Büchse  Pelati

Zubereitung

  1. Olivenöl erhitzen
  2. Zwiebel (gehackt) beigeben
  3. Honig, Zucker, Essig, Pfeffer, beigeben, 5 Minuten köcheln
  4. Maizena, Sojasauce, Wasser mischen, dann dem Rest zugeben und weitere 5 Minuten köcheln
  5. gehacktes Rindfleisch, Ei, Salz und Pfeffer in einer Schüssel mischen, kurz kneten, kleine Kugeln formen
  6. Olivenöl in Bratpfanne erhitzen, Fleischkugeln unter Schütteln gut anbraten und dann in die süss-saure Sauce geben
  7. Pelati beigeben
  8. Dazu Reis servieren

Bemerkung

Eines der ersten (und relativ wenigen) Rezepte, mit dem es uns 12-Jährigen von der 2r im Schulkochkurs gelang, das unbefriedigende Stadium der Experimentalküche für einmal hinter uns zu lassen. Mit anderen Worten: Das Rezept gelang. Oder in unserer damaligen Nomenklatur: Mit den Fleischbällchen knackten wir die ‹Tellerphase›. Ergo eines der ganz grossen Rezepte der Zeit! Entsprechend blieben mir die Bällchen über x Jahre hinweg irgendwo im Unterbewusstsein als derart durchschlagend knüllerhaft hammermässiger kulinarischer Super-Erfolg in Erinnerung haften, dass ich Jahre später das Rezept wieder hervorkramte. Ein im Grunde verstörender Akt: Warum soll man uraltes Schulmaterial exhumieren? Aber eben, an den Klössen muss was dran sein!

Und so müssen meine Gäste seit dieser archäologienahen Rezeptwiederentdeckung immer damit rechnen, mit den süss-sauren Fleischbällchen nähere Bekanntschaft schliessen zu dürfen. Immerhin, reklamiert hat noch nie jemand. Aber einen Übernamen haben die Fleischkügelchen (die übrigens keinesfalls mit den ‹Köttbullar› zu verwechseln sind, die man sich gemeinhin nach einer Shopping-Safari bei IKEA den Rachen runterkippt) bekommen, wohl der grossen Regelhaftigkeit wegen, mit denen sie auf meinen Gästetellern zu landen pflegen: In Gaudenz’ Küche sind die süss-sauren Fleischbällchen ‹Das Gute für die Gäste›! (Das Label hat ihnen mein lieber ehemaliger Mitbewohner verliehen, in Anlehnung an einen anderen lieben Vertreter der Spezies Mitbewohner. Aber das ist eine andere Geschichte.)

Kommentare

Noch keine vorhanden.

Kommentar schreiben

Rezept BrowserAlleKategorie

Informationen

Rezept

  • Gaudenz Wacker
  • Collage von Isabelle Christ und Angela Kuratli
  • 30.06.2009
  • 0 Kommentare

Ordner

Rezepte (0)

Ähnliche Rezepte